Ich bin wieder da

Manchmal muss man einen Schritt rückwärts machen um voran zu kommen. Naja eigentlich mach ich aus der Not eine Tugend und reaktiviere diese Seite weil mein Versuch „einmal das leben“ selbst zu hosten, an meiner wirklich schlechten „Backup Disziplin“ zum Stillstand gekommen ist. Wie das so ist, hat mein Provider einen neuen Server aufgesetzt und meine Daten verbusselt. Mein Ticket an den Support brachte mir die Antwort : „Spielen Sie einfach Ihr letztes Backup auf, sollte ja kein Problem sein.“

War aber eins, ich hatte keins gemacht. Da bin ich nun und kann nicht anders. Da man mir versichert hat, daß es etwas dauern wird, aber man meine Daten wieder aufspielen will (aus Kulanz) schreibe ich nun fürs Erste hier weiter.

Also, vielen Dank an Alle die noch bei mir sind und hoffentlich auch bei mir bleiben werden.

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Traut euch wieder zu kritisieren!

Alice in Wonderland

Die Neuen Rechten haben uns das Wasser für den politischen Diskurs abgegraben und es ist fast schon zu spät, den Karren wieder aus dem Dreck zu ziehen – es sei denn, wir beweisen wieder wofür wir einstehen!

Es ist erstaunlich: Ich beobachte es in den Medien, bei mir selbst, in meinem Freundeskreis: zwischen 2013 und 2015 waren die politischen Debatten schärfer, kontrastierter, klarer. Wenn ich meine alten Blogeinträge überblicke, habe ich viel kritisiert: Angela Merkel für ihre Austeritätspolitik, TTIP für die damals noch harten Inhalte, die fehlende Solidarität und Umverteilung in Deutschland und Westeuropa, den Entschluss, eine Große Koalition zu formieren. Das alles war Bestandteil des gängigen Meinungsaustauschs für mich.

Seitdem PEGIDA und die AfD allerdings aufgekeimt sind, beobachte ich, wie vorsichtig vor allem junge Menschen dabei geworden sind, fundierte Kritik an dem politischen Betrieb und dem Fehlen von Ideen zur Bekämpfung der Armut, unsicherer Beschäftigungsverhältnisse sowie der Europakrise zu…

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Ja ich mag das Dschungelcamp

Ich muss mich heute outen, ich sehe mir nicht nur das „Dschungelcamp“ an, ich habe mich auch schon wochenlang auf den Start gefreut. Ich finde es sehr unterhaltsam, Abend für Abend zu verfolgen wie die Krone der geistigen Erschöpfung vorgeführt und blamiert wird. Das ungläubige Kopfschütteln und die immer gleiche Fassungslosigkeit über die mir meist unbekannten „Mitspieler“ und ihre bisherige „Leidensgeschichte“ zeigen mir, dass ich doch nicht alles falsch gemacht habe in meinem bisherigen Leben. Selbst solch bedauernswerte Lebenswege sind immer noch brauchbar als gutes Beispiel für ein schlechtes Beispiel. Weiterlesen

Ja ich mag das Dschungelcamp

Ich muss mich heute outen, ich sehe mir nicht nur das „Dschungelcamp“ an, ich habe mich auch schon wochenlang auf den Start gefreut. Ich finde es sehr unterhaltsam, Abend für Abend zu verfolgen wie die Krone der geistigen Erschöpfung vorgeführt und blamiert wird. Das ungläubige Kopfschütteln und die immer gleiche Fassungslosigkeit über die mir meist unbekannten „Mitspieler“ und ihre bisherige „Leidensgeschichte“ zeigen mir, dass ich doch nicht alles falsch gemacht habe in meinem bisherigen Leben. Selbst solch bedauernswerte Lebenswege sind immer noch brauchbar als gutes Beispiel für ein schlechtes Beispiel. Weiterlesen

Zitate

Heute las ich ein Zitat, das mich zum Nachdenken angeregt hat. Einerseits gibt es meine Einstellung und feste Überzeugung wieder, andererseits habe ich inzwischen auch Freude am Gegenteil.

Erfüllte Wünsche bedeuten Stillstand. Solange wir Leben, müssen wir unterwegs bleiben.

(Heinz Rühmann)

Der ständige Wunsch nach neuem, neuen Erfahrungen, neuen Erkenntnissen oder neuen Orten ist sicher ein guter Antrieb um die Welt zu entdecken und sich zu entwickeln. Ist es eine immer und für alle Bereiche richtige Einstellung ständig hungrig auf Neues zu sein ? Bleibt dabei genug Zeit, das Erreichte zu geniessen und zu würdigen ? Werden Erfolge durch die ständige hatz auf Neues nicht zum Wegwerfartikel degradiert?

Fragen über Fragen, wie steht es mit Antworten ? Ich lehne mich mittlerweile gern zurück und stelle mir die Frage, Warum soll ich schneller weiter höher, was auch immer. Kann ich nicht einfach zufrieden lächeln und sagen, ich bin zufrieden?

Da mir die Zeit zum lesen fehlt, ich aber genügend Zeit im Auto verbringe, habe ich mir angewöhnt Hörbücher zu hören. Mein aktuelles Werk, heißt „einen Scheiß muss ich“ von Sean Brummel.Hier geht es genau darum. Muss ich das wirklich oder ist es nur ein gerngesehen oder von anderen geförderte/geforderte Konvention? Ich glaube, dass wir ab einem gewissen Erfahrungslevel mal hinterfragen sollten, ob wir bestimmte Sachen wirklich machen müssen.

Wenn wir Freude an einer neuen Aufgabe haben, ok. Wenn wir es aber machen, obwohl die Motivation gleich null ist, besteht die Wahrscheinlichkeit das wir doch nur auf ein „Mussmonster“ reingefallen sind. Sicherlich ist das keine Lebenseinstellung für die Altersgruppe  0 – 20 Jahre, ich denke da sollte man sich noch durch gesellschaftliche Zwänge zu Leistung und Erfahrungen antreiben lassen. Eine Offenheit für Neue Gedanken und Menschen sollte man sich allerdings auch im Alter jenseits der 60 erhalten, nur so kann der gesamte Lebensweg zu einer Reise der ständigen Entdeckung werden.

Also was meinte Heinz Rühmann jetzt mit dem Satz? Ich denke, Es ist wie mit allem, Der richtige Weg ist der mittlere. Wenn wir uns einen Wunsch erfüllen und damit etwas zu unserem Erfahrungsschatz und zu unserer Persönlichkeit hinzugefügt haben, ist das wertvoll und schön aber nicht das Ende der Reise. So lange wir  uns etwas wünschen, haben wir auch Freude daran es zu erreichen. Wenn wir Freude an etwas haben ist es auch ok . Wir dürfen nur nicht aufhören uns etwas zu wünschen.

Wenn ich mir wünsche einmal innezuhalten und meinen bisherigen Weg zu reflektieren, ist das auch eine Art unterwegs sein. Sich zurückzulehnen und zufrieden zu sein, bedeutet nicht, das Ende einer Expedition durch das Leben. Es ist vielmehr das warten und suchen nach neuen Wünschen die uns wieder voranbringen zu neuen Zielen und neuen Ufern.